Wissenswertes über Aluminium, Kupfer und mehr

Anodisieren

Das Anodisierverfahren ist ein Oxidationsprozess. Durch die anodische Polarisierung von Aluminium entsteht in einem Elektrolyten, z.B. Schwefelsäure, an der Anode Sauerstoff, welcher mit dem Aluminium reagiert. Es bildet sich Aluminiumoxid, welches fest auf der Oberfläche der Aluminiumanode bzw. Metalloberfläche verankert ist. Selbst mit mechanischen Mitteln ist es nicht möglich, sie wieder von ihrer metallischen Grundlage zu lösen. Sie bildet einen Widerstand für den Stromfluss und wird durch die angelegte Bandspannung durchschlagen. Dabei entstehen Durchschlagporen, in welche Elektrolyt eindringt und der Oxidbildungsprozess immer weiter fortschreitet. Damit die Oxidschicht eine größere Beständigkeit gegen jede Art von Feuchtigkeit hat, werden die Poren des frisch anodisierten Bandes noch nachbehandelt und dabei versiegelt. Die entstandene Schicht ist widerstandsfähiger und stärker im Vergleich zu natürlich entstandenen Schichten.

Kaltpressschweißen

Die preiswerteste und einfachste Methode, elektrische Verbindungen bei anodisierten Bändern herzustellen, wird mit Kaltpress-Schweißverbindungen realisiert. Unter hohem Druck fließen bei Raumtemperatur die Oberflächen zusammen, dabei entstehen molekulare Verbindungen, die sich sowohl mechanisch als auch elektrisch sehr bewährt haben. Alle Schweissverbindungen zwischen Aluminium und Kupfer sind möglich (AL-CU, AL-AL).

Ultraschallschweißen

Im Gegensatz zum Kaltpress-Schweißprozess arbeitet man beim Ultrallschall-Schweißen mit erheblich geringerem Anpressdruck. Da die durch die Ultraschallenergie erzeugte Wärme nur unwesentlich zum Entstehen der Verbindung beiträgt, gilt Ultrallschall-Schweißen metallurgisch als ein Kaltschweißverfahren. Alle Schweissverbindungen zwischen Aluminium und Kupfer sind möglich (AL-CU, AL-AL).