Historie

1969 erfolgt der Kauf der am 2. Mai 1962 in Kassel gegründeten VARIAMP Schweißgerätebau KG durch Wilhelm und Hans W. Wesselmann.

Ausschlaggebend für den Kauf gerade dieses Betriebes war, dass, anstatt den seit der Suez-Krise fast unerschwinglichen Kupferdraht für die Fertigung der Sekundär- und Primärspulen zu verwenden, mit anodisch oxidiertem Aluminiumband erfolgreich experimentiert wurde.

Der Betrieb wird künftig kaufmännisch von Wilhelm Wesselmann und technisch von Ing. Hans W. Wesselmann geleitet.

Hergestellt werden Schweißtransformatoren besonderer Art und unter dem geschützten Markennamen VARIAMP – abgeleitet von variable Ampere – vertrieben.

Die eindeutigen Vorteile der mit Aluminium-Spulen ausgestatteten VARIAMP Schweißtransformatoren gegenüber kupfergewickelten Geräten sind das extrem niedrige Gewicht, die geringe Baugröße, die hohe Temperatur- und Kurzschlussfestigkeit (VDE-Isolierstoffklasse C) und – nicht zuletzt – die hervorragenden Schweißeigenschaften.

1970 wird die Fertigung in eigene Räume nach Hamm verlegt. Die Produktpalette wird auf über 100 Typenvarianten erweitert.

1978 wird die Firmierung in  „VARIAMP Schweißmaschinen Wesselmann KG“ geändert.

1981 gründet Hans W. Wesselmann die Firma „VARIAMP Schweißtechnik Wesselmann GmbH“ um den Vertrieb der weltweit leichtesten Schweißgeräte vergleichbarer Leistung zu optimieren.

1984 übernimmt die VARIAMP Schweißtechnik Wesselmann GmbH auch die Fertigung. Die Qualität des fremd bezogenen Aluminium-Spulenmaterials genügt zunehmend nicht mehr den durch die Weiterentwicklung gestiegenen Anforderungen. Es wird über eine Fertigung in eigener Regie nachgedacht.

1987 tritt Torsten Wesselmann ins Unternehmen ein und übernimmt als gelernter Elektromaschinenbauer die technische Leitung. Die Idee, Aluminiumbänder in Abmessungen und Qualitäten entsprechend den eigenen Vorstellungen walzen zu lassen und entsprechend der geforderten Durchschlagsfestigkeiten selbst zu anodisieren, tritt immer weiter in den Vordergrund.

1992 wird die „Umwelttechnik Wesselmann GmbH“ gegründet um umweltschonende Verfahren auf dem Gebiet der Transformatoren- und Induktivitätentechnik zu erforschen. Die Geschäftsführung übernimmt Hans W. Wesselmann.

1994 bezieht die „Umwelttechnik“ das neu errichtete Gebäude in der Gabelsbergerstraße 4 im Gewerbepark Hamm-Rhynern und nimmt noch im gleichen Jahr die erste Anodisieranlage in Betrieb, die zunächst den Bedarf der VARIAMP Schweißtechnik Wesselmann GmbH zu decken hat, in zunehmendem Maße aber durch den steigenden Bekanntheitsgrad mehr und mehr durch Aufträge der einschlägigen Industrie ausgelastet wird.

Zum Jahresende legt Hans W. Wesselmann die Geschäftsführung nieder. Die Gesellschafterversammlung beauftragt dessen Sohn Torsten Wesselmann mit der Geschäftsführung.

Der Unternehmensgegenstand wird auf umweltschonende Verfahrens- und Produktionstechniken auf dem Gebiet der Oberflächentechnik sowie die Konstruktion und Produktion entsprechender Anlagen erweitert.

1995 wird die erste Spaltanlage als logische Ergänzung zur Anodisieranlage in Betrieb genommen. So können Bänder und Folien im eigenen Hause gespalten und anodisiert werden, was größere Flexibilität und kürzere Lieferzeiten zur Folge hat. Zudem sind Spaltaufträge für Kunden – auch ohne Anodisierung – durchführbar.

1996 wird der Markenname anoxal®, der von anodisch oxidiertes Aluminium abgeleitet ist, vom Deutschen Patentamt markenrechtlich für die Umwelttechnik Wesselmann geschützt.

Im gleichen Jahr wird die erste Spulenwickelmaschine in Betrieb genommen. Fortan ist es möglich, Spulen nach Kundenwunsch herzustellen. Damit sind Verarbeitungsprobleme beim Kunden weitgehend ausgeschlossen und die Qualität wird – zum Vorteil der Anwender – erheblich verbessert. Dieser Service wird so gut angenommen, dass

1998 eine weitere Spulenwickelmaschine in Betrieb gehen kann.

2000 wird die zweite Spaltanlage, mit der sich auch Bänder bis zu 1,5 mm Dicke spalten und umwickeln lassen, in Betrieb genommen und schon in

2001 wird die dritte Spaltanlage erforderlich. Diese Spaltanlage wird in einem Erweiterungsanbau installiert. Jetzt werden ca. 1000 m² Produktionsfläche genutzt.

2002 folgt die dritte Spulenwickelmaschine, wodurch Kapazitätsengpässe weitestgehend der Vergangenheit angehören. Eine weitere Investition in 2002 ist die dritte Spaltanlage, mit der spezielle Aluminiumfolien bearbeitet werden können, wie sie für Schmalbänder, Form- und Sonderschnitte Voraussetzung sind, wie z. B. für den „TRANSRAPID“.

2004 wird die vierte Spaltanlage und

2005 die vierte Spulenwickelmaschine in Betrieb genommen.

2006 ist die zweite Anodisieranlage für Aluminiumbänder fertig gestellt und nimmt die Produktion auf.

Das Unternehmen wächst ständig. Zwischenzeitlich sind die Produktionsräume zu klein geworden. Eine Ausdehnung im Gewerbepark Rhynern ist nicht möglich, weshalb der Firmensitz nach Hamm-Heessen in das Gewerbegebiet „Auf dem Knuf“ verlegt wird, wo Produktionshallen mit insgesamt 2500 m² Nutzfläche sowie ein modernes Bürogebäude zur Verfügung stehen.

Dort wird die dritte Anodisieranlage in Betrieb genommen, die kontinuierlich Aluminium-Drähte von 0,35 bis 9 mm Durchmesser beschichten kann.

Eine erste Lieferung von anodisch oxidierten Aluminiumdrähten fließt weiterverarbeitet in die architektonisch besonders gelungene Fassadengestaltung des neuen FIFA Gebäudes in Zürich ein.

2007 bietet sich der Zukauf der an das Betriebsgrundstück in Heessen angrenzenden Gewerbefläche mit 6800 m² Größe an. Damit sind für künftige Erweiterungen keine grundstücksbedingten Probleme mehr zu befürchten.

2009 geht die fünfte Spaltanlage in Betrieb. Künftig können damit Aluminium, Kupfer und andere NE-Metalle mit Breiten bis zu 1100 mm gespalten werden.

2010 das Unternehmen wird nach ISO 9001:2010 zertifitiert und das Corporate Identity überarbeitet.